“Ein fantastisches Derby” – St. Pauli beendet HSV | NDR.de – Sport

Status: 20.10.2020 21:24

Varken FC St. Pauli oder Hamburger SV, die spät ausgleichen konnten, freuten sich über ein Unentschieden. Der HSV wartet seit 19 Jahren auf einen Heimsieg im Hamburger Derby.

von Florian Neuhauss

“Es tut weh, dass wir uns für die Mühe nicht belohnt haben”, sagte HSV-Trainer Daniel Thjonen, NDR. Sein Amtskollege Timo Schultz sagte: “Ich möchte immer gewinnen. Deshalb bin ich mit der Auslosung nicht zufrieden.”

Kiezkicker hat nur ein Spiel verloren, aber jetzt haben sie bereits vier unentschieden gespielt. Vor den 1000 Zuschauern im Volksparkstadion zeigten die Gäste erneut eine Aufführung mit viel Herzblut, aber das reicht nicht. Symbolisch das 2: 1-Eröffnungsziel acht Minuten vor dem Ende, gefolgt vom schnellen Ausgleich. Der HSV, immer noch ungeschlagener Tabellenführer, verhielt sich zerrissen und platzierte dank des vierten Doppelpacks von Simon Terodde seinen 16. Saisonpunkt als eiskalt.

AUDIO: St. Paulis Knoll: “Es war ein fantastisches Derby!” (2 Minuten)

“Normalerweise verliert man ein solches Spiel nach einem Schlag auf den Hals kurz vor dem Ende”, sagt Terodde. “Aber wir sind zurückgekommen. Morgen werden wir mit dem Ergebnis zufrieden sein.”

St. Paulis Marvin Knoll sah auch 90 Minuten mit gemischten Gefühlen. “Wenn Sie kurz vor dem Ende an der Spitze stehen, wollen Sie natürlich auch gewinnen”, betonte der Gastkapitän. “Es ist sehr, sehr bitter, dass wir das Tor so schnell kassiert haben. Aber als Fußballfan muss man sagen: Es war ein fantastisches Derby.”

Terodde, einfach nicht verbessert

St. Paulians hatte sehr zuversichtlich begonnen und hätte eigentlich die Führung übernehmen sollen. Nach einem schönen Zug in der Mitte hätte Stephan Ambrosius nach 26 Minuten beinahe ein Tor für die Heimmannschaft erzielt. Der Zielschuss ging jedoch nur knapp am Tor vorbei. Zuvor hatte der große Däne bereits eine Überschrift neben die Schachtel gesetzt.

Makienok erhielt wenig später Objektunterricht vom besten Stürmer der zweiten Liga. Josha Vagnoman schickte St. Paulis Max Dittgen betrat das Karussell mit einer einfachen Täuschung, sein Kreuz fand Terodde am anderen Ende und er konnte nicht zweimal mit dem Kopf gefragt werden – 1: 0 (12). St. Pauli versuchte offenbar, ruhig zu bleiben, hatte aber das Glück, nur acht Minuten später kein 2: 0 zu erzielen. Diesmal wurde der Beitrag für die Gäste gegen Terodde gespeichert.

“Zauberer” Zalazar schlägt erneut zu

Der Aluminiumhit war ein Wecker für Kiezkicker, der dann eine Linie in seinem Spiel und seinen Chancen bekam. In der 35. Minute fiel der verdiente Ausgleich, wo Makienok seine Qualitäten zeigte. Der Mittelstürmer schützte den Ball gekonnt mit dem Rücken zum Tor und hing dann perfekt: St. Paulis Shootingstar Rodrigo Zalazar kam in Eile und traf die Ecke so kraftvoll wie sie platziert wurde.

St. Pauli dreht das Spiel um, der HSV schlägt eiskalt zurück

Der HSV versuchte es in der zweiten Halbzeit immer wieder mit Gewalt – meist auf der rechten Seite von Vagnoman. Das Kiezkicker-Spiel war schöner anzusehen. Das Spiel war jetzt offen, verlor aber immer mehr an Dynamik. Selbst fünf Änderungen auf einmal in der 70. Minute ergaben keine Erholung.

“Ich habe hier schon einmal 0: 0 gespielt. Die Fans gingen in der 85. Minute nach Hause, weil es so langweilig war. Die 1000 Zuschauer haben heute ein gutes Spiel gesehen. Aber natürlich ist es besser für uns, wenn die Arena voll ist – und dieses Spiel absolut verdient. “
St. Pauli-Kapitän Marvin Knoll

Aber plötzlich St. Pauli. Daniel-Kofi Kyereh traf auf Makienok und manövrierte den Ball mit seinen langen Beinen an Ulreich vorbei ins Netz (82.). Der braun-weiße Jubel – vor dem leeren Gastkorb – war kaum verschwunden, weil sich der Ball bereits auf der anderen Seite des Netzes befand. Und wer hätte das Tor erzielt, wenn nicht Terodde, der es nach dem Sturz von Jeremy Dudziak (84.) als eiskalt beendete. Es war das Ende des ersten Corona-Derbys, es hat keinen Sieger verdient.

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Spieltag 6, 20.10.2020 18:30

Hamburger SV

2

FC St. Pauli

2

Tore:

  • 1:1

    Zalazar Martinez (35.)

Hamburger SV:
Ulreich – Gyamerah, Ambrosius, Heyer – Onana (87. Gjasula) – Vagnoman (78. Wald), Hunt (70. Dudziak), Leibold – Narey (70. Kinsombi), Terodde, Wintzheimer (70. Kittel)

FC St. Pauli:
Himmelmann – Ohlsson, Knoll, Buballa – L.-M. Zander (74. Lankford), Becker (87. Lawrence), Benatelli, Dittgen (70. Daschner) – Zalazar Martinez (71. Avevor) – Kyereh, Makienok (87. Wohnung)

Zuschauer:
1000

Weitere Informationen zum Spiel

Mehr Informationen

Fußballtisch © Panthermedia, Screenshot / NDR-Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesliga Ausstellung | 20.10.2020 | 18:30

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