Erste Bergankunft der 2020 Tour: Buchmann verliert in Roglics Kletterausstellung

Der Slowene Primoz Roglic zeigt in der vierten Etappe der Tour de France 2020, warum er einer der großen Favoriten für den Gesamtsieg ist. Der ehemalige Skispringer beeindruckt beim ersten Bergtor und gewinnt. Emanuel Buchmann verliert die ersten Sekunden.

Emanuel Buchmann kämpfte bei der ersten Klettershow tapfer um den Beitritt, aber der deutsche Fahrradsprung war gegen die Kraft des Ex-Springers Primoz Roglic machtlos. Der vierte im letzten Jahr verlor neun Sekunden auf dem ersten Berg bei der 107. Tour de France auf 1825 Metern – ein kleiner Dämpfer für den vierten im letzten Jahr, aber nichts weiter. Roglic betonte seine Rolle als Favorit an der Skistation Orcières-Merlette, obwohl er das gelbe Trikot des französischen Stars Julian Alaphilippe nicht gefährdete.

Roglic gewann nach 160,5 Kilometern vor seinen Landsleuten Tadej Pogacar. Der letztjährige Sieger Egan Bernal aus Kolumbien war ebenfalls mit den beiden Slowenen im Schlepptau und verlor keine Zeit. “Ich habe noch nicht viel verloren, es ist immer noch in Grenzen”, sagt Buchmann. Der Herbstschaden ist auf halbem Weg. Während die Radsportlegende Eddy Merckx 1971 auf den spanischen Klettergipfeln Luis Ocaña fast neun Minuten verlor, hatte der Vierte im vergangenen Jahr beim 7,1 Kilometer langen Endanstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 Prozent nur geringe Probleme.

Alaphilippe bleibt gelb

Alaphilippe kämpfte ebenfalls, aber er kompensierte seine schwächeren Kletterfähigkeiten mit einer anderen Energieproduktion. Frankreichs Liebling wird am Mittwoch zum 17. Mal in seiner Karriere das gelbe Trikot tragen und ihn damit auf den neunten Platz in der französischen Top-Rangliste bringen – auf Augenhöhe mit dem ehemaligen Weltmeister André Darrigade und dem ehemaligen Touring-Champion Roger Pingeon. “An Art Déja-vu”, schrieb das Sportmagazin “L’Equipe” angesichts des triumphalen Laufs von Alaphilippe aus dem Vorjahr.

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Die Entscheidung über den heutigen Sieg wurde auf dem letzten Kilometer getroffen, als Roglic das Kommando übernahm. “Meine Jungs haben gute Arbeit geleistet. Ich hatte eine gute Position”, sagte der 30-Jährige. Für Tony Martins Teamkollegen war es bereits der sechste Saisonsieg in 13 Renntagen. Auch der Herbst auf der Dauphiné-Tour scheint ihn nicht mehr zu beeinflussen.

Zuvor hatte eine sechsköpfige Gruppe mit Nils Politt die Veranstaltung dominiert. Unmittelbar nach dem Start war das Sextett geflohen und hatte in der Zwischenzeit einen Vorsprung von vier Minuten. Bei einem Abstieg versuchte Politt es alleine, wurde aber erneut erwischt. Es war das erste Mal, dass der Zweitplatzierte von Paris-Roubaix im Jahr 2019 arrangierte. Der Kölner hatte die Tour bereits mit Rückenschmerzen begonnen. Auf dem vorletzten Berg strebte Politt jedoch vorbei. In der fünften Etappe am Mittwoch sind die Sprinter wieder gefragt. Über 183 Kilometer von Gap nach Privas gibt es nur zwei Berge der vierten Kategorie.

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