FinCen-Files: Die Deutsche Bank macht wieder negative Schlagzeilen

Aktualisiert am 25. September 2020, 12:04 Uhr

Der jüngste Vorwurf gegen die Deutsche Bank hat alles: Geldwäsche in Russland. Die Großbank ist wieder in den negativen Schlagzeilen, CEO Sewing steht unter Druck. Eigentlich würden die Skandale bei der Deutschen Bank endlich enden, aber das Unternehmen wird sich nicht ausruhen.

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Das waren die Hammernachrichten dieser Woche: Laut einem Bericht von SZ, WDR und NDR, zuvor geheime Dokumente von US-Finanzministeriumso große internationale Banken Deutsche Bank Seit mehreren Jahren mit riskanten Kunden Geschäfte machen.

Das Problem: Die Ereignisse wurden zweifelhaft und mit erheblicher Verzögerung gemeldet. Wenn Sie genauer hinschauen, wird klar, warum: Laut internationaler Forschung Journalisten-Netzwerk FinCen Die Geldhäuser arbeiteten mit Mafiosi, Betrügern und Oligarchen zusammen und machten mehrere Millionen Dollar Überweisungen für sie.

Obwohl die Deutsche Bank sofort reagierte und betonte, dass es sich bei den Vorwürfen um vergangene Ereignisse handelte, aus denen bereits Schlussfolgerungen gezogen wurden, hatten die durch ein Datenleck entdeckten Geldwäschevorwürfe Konsequenzen.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel rasch um mehr als acht Prozent, und das Vertrauen in die Bank wird wiederhergestellt, nachdem alle Sicherheitensysteme ausgefallen sind.

Ein weiterer Rückschlag nach sanftem Atmen

Für die Deutsche Bank und den CEO Christian Sewing Das neue Datenleck ist eine Katastrophe. Schließlich Die Finanzgesellschaft in Frankfurt am Main hatte erleichtert aufgeatmet. Seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise 2007/2008 war die Großbank wiederholt gezwungen, Skandale zu bekämpfen. Strafen und Anschuldigungen folgten.

Das größte Problem: das verlorene Vertrauen der Menschen in die Deutsche Bank. Mit Christian Sewing an der Spitze sollte sich ab dem Frühjahr 2018 alles ändern. Die Sterne standen still Cum-Ex-Angebote ja – bis jetzt.

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Zweifelhafte Hypothek

Der größte Skandal der 1870 gegründeten großen Frankfurter Bank ist das zweifelhafte Hypothekengeschäft in den USA, das einer der Auslöser für die globale Finanzkrise war. Laut DW.com wurden schlecht gesicherte Hypothekenbibliotheken von der Deutschen Bank von US-amerikanischen Eigenheimkäufern gekauft, zu komplexen Finanzprodukten gebündelt und dann als sichere Anlageprodukte an Banken mit den höchsten Ratings verkauft.

Mit dem Zusammenbruch des Marktes waren alle Verkäufe nutzlos. Nur die Deutsche Bank ging als Sieger hervor. Im Jahr 2013 – als Finanzunternehmen Bußgelder in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar musste an zwei amerikanische Hausfinanzierer zahlen. 2017 hat die Deutsche Bank eine endgültige Vereinbarung mit den US-Behörden getroffen – 7,2 Milliarden US-Dollar wechselte den Besitzer.

Die Frankfurter Bank hatte sich kaum davon erholt, als 2015 ein neuer Skandal ausbrach: Die Ermittler stellten fest, dass die Deutsche Bank seit 2011 Aktien für illegales Geld in russischen Rubeln verwendet hatte zehn Milliarden Dollar werden gewaschen hätte. Diesmal war es auch eine harte Bestrafung: 600 Millionen Dollar.

Lange Liste von Skandalen

Dann war es da Der Libor-Skandal. Euribor und Libor sind Abkürzungen für Referenzzinssätze, die angeben, unter welchen Banken Geld leiht. Laut DW.com sind sie ein wichtiger Maßstab für die Zinssätze für kurzfristige Kredite und wichtige Finanztransaktionen. 2013 hat die Europäische Kommission beschlossen, gegen sechs große internationale Banken eine Geldbuße in Höhe von 1,7 Mrd. EUR wegen Manipulation der Zinssätze zu verhängen.

Einschließlich der Deutschen Bank: 725 Millionen Euro Die Finanzgesellschaft musste zahlen, die US-amerikanischen und britischen Behörden donnerten lautstark gegen die große Bank DW.com etwas später für mehr 2,5 Milliarden US-Dollar Bestrafung.

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Bei der Deutschen Bank nach Meinung der US-Behörden gegen die bestehenden Iran-Embargo wurde verletzt, gab es eine zusätzliche Geldstrafe für die Deutsche Bank im Jahr 2015: 260 Millionen US-Dollar musste die Finanzgesellschaft bezahlen. Fast billig. Wettbewerber wie die Commerzbank mussten 1,4 Milliarden US-Dollar zahlen.

Auch 2015 dann noch der weltweit größte Geldwäscheskandal Die Deutsche Bank spielte eine Rolle: Als Korrespondenzbank für Die dänische Bank Das Unternehmen war direkt an verdächtigen Zahlen der Bank in Estland beteiligt. Zwischen 2007 und 2015 flossen 200 Milliarden Euro durch die Filiale zur Danske Bank. New York Financial Regulator warf einen gegen die Deutsche Bank ungleichmäßige Überwachung ihrer eigenen Kunden. Die Folge in Frankfurt am Main: Rund eine Million Dollar Investition im Verbesserung der internen Kontrollen.

Ein unerwünschter Kunde: Jeffrey Epstein

In diesem Sommer war es ein weiterer Tiefschlag – trotz aller Bemühungen und des neuen Managements für Christian Sewing. Diesmal heißt der Skandal “Jeffrey EpsteinDer wegen schwerer Sexualverbrechen verurteilte Milliardär war seit 2013 Kunde der Deutschen Bank und hatte – trotz der Kriminalgeschichte – viele verdächtige Zahlen über das Unternehmen gemacht. Epsteins war bekannt gewesen. Dies kann heute nicht mehr geklärt werden: Der Milliardär beging 2019 in einer Gefängniszelle Selbstmord.

Der jüngste Skandal zeigt nun, dass die Deutsche Bank nicht unbedingt Probleme mit undurchsichtigen Kunden haben sollte. Das Ausmaß des Geldwäscheskandals ist jedoch unklar. Bisher wurden nur wenige tausend Einträge veröffentlicht, es sollten Millionen sein. Inwieweit die Deutsche Bank an einem internationalen Vergleich beteiligt ist, wird nur durch Langzeituntersuchungen deutlich.

Aber diese Woche gab es auch gute Nachrichten für die Deutsche Bank: Nach einer Entscheidung muss das Finanzunternehmen nicht gemeinsam für Steuerverbindlichkeiten aus Transaktionen der Hamburger Privatbank MMWarburg haften. Das Landgericht Frankfurt hat am Mittwoch entschieden und eine ähnliche Klage abgelehnt. Für die Deutsche Bank bedeutet dies: Die Steuerschuld in Höhe von 167 Mio. € muss nicht von ihr getragen werden.

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Verwendete Quellen:

Aktien der Deutschen Bank und anderer Großbanken verloren am Montag an Wert, nachdem die Medien Datenlecks im weltweiten Kampf gegen Geldwäsche gemeldet hatten.

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