Joachim Löw und die Nationalmannschaft: Sie sind so jung, wie Sie sich fühlen

Es ist eine der Lieblingsgeschichten der Verantwortlichen der Fußballnationalmannschaft: das Wort jung. Besonders in diesen Tagen wurde sehr oft wieder die Geschichte eines so jungen Teams gehört.

DFB-Chef Fritz Keller nahm es in seiner Aussage danach schon historisches 0: 6 von Sevilla zweimal während: „Unser junges Team kann aus diesem schweren Rückschlag wachsen« und »Wir haben uns bewusst entschieden, den Wechsel mit vielen neuen und jungen Spielern mit Zukunftsaussichten vorzunehmen «. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte es in seiner letzten Woche Aussehen, wie manche eine Antwort nannten wiederholt vor der Presse betont, wie sehr er die Kritik an “diesem jungen Team” irritiert. Sie hatte es nicht verdient. So wie der Ruck nicht mit einem Schütteln kam, zumindest nicht nach vorne, so ist es ein wenig für das junge Team.

Wenn Sie sich die elf ansehen, die sich am Dienstag in Sevilla getroffen haben kampflos und wehrlos führte die zweithöchste Niederlage in der Geschichte des DFB, Dann sehen Sie ein Team, das international gute Erfahrungen hat. Und wenn es ums Alter geht, ist es eher eine Mannschaft, die man normalerweise im Fußball als in der Blütezeit nennt. Das Durchschnittsalter des elfjährigen DFB betrug 27,3 Jahre – die Spanier waren durchschnittlich ein Jahr jünger.

Drei Weltmeister in der Startaufstellung

In der ursprünglichen Aufstellung gab es ab 2014 drei Weltmeister: Torhüter Manuel Neuer feierte sein 96. Länderspiel, kein anderer Torhüter beim DFB hat mehr zu zeigen. Toni Kroos hatte sogar seinen 101. Auftrag für den Verein. Der dritte, Matthias Ginter, ist seit fast sieben Jahren dabei. Der Spieler aus Gladbach hatte bisher nur 35 Länderspiele, ist aber dafür Konföderierte Pokalsieger und olympischer zweiter Platz sowie eine Liga-Bar mit fast 250 Bundesliga-Spielen.

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Beim erfolgreich Confederation Cup 2017 Timo Werner, Niklas Süle und Leon Goretzka spielten mit ihm, alle drei Mitte zwanzig, hinter ihnen im defensiven Mittelfeld standen zwei 30-Jährige, Kroos und Gündogan. Neun der elf auf dem Platz spielen in dieser Saison in der Champions League, wobei Neuer, Süle, Gnabry und Goretzka die aktuellen vier Champions League-Sieger im Team sind. Es war keine junge Mannschaft, weder im Alter noch in der internationalen Erfahrung. Vielmehr waren erfahrene Spieler am Sevilla-Debakel beteiligt. Dennoch waren sie nicht gegen die Spanier.

Sie können verstehen, dass die Nationaltrainer Joachim Löw und Bierhoff die Spieler vor Kritik schützen wollen, indem sie auf ihre vermeintliche Jugend hinweisen, aber das kann schnell zu einer Ausrede werden. Dienstagabend wäre das eine Ausrede. Sevillas Leistung verdient keinen Schutz. Stattdessen konzentrierte sich die Kritik nach dem Spiel nur auf den Nationaltrainer, die Mannschaft blieb im Vergleich zu dieser katastrophalen Leistung relativ unversehrt.

Baustellenhierarchie

Wenn jung ein Synonym für nicht gespielt war, sind Sie näher an dem Punkt, den Löw, Bierhoff und Keller vielleicht denken: Dieses Team, und es war nicht nur am Dienstag offensichtlich, hat noch keine klare Hierarchie, die es braucht, auch wenn es ist wird flach. In diesem Sinne ist es noch eine Mannschaft im Aufbau, die sich im Jahr 2020 trotz acht Länderspielen im Herbst etwas verändert hat. Dies liegt auch daran, dass Löw in seinen Nominierungen hauptsächlich den FC Bayern erhielt und in drei der acht Spiele ohne die Spieler des Rekordmeisters auskam.

Man kann es angesichts der hohen Belastung der Spieler mögen Löw selbst macht immer wieder ein Thema, Verstehen. Es gibt jedoch keine homogene Startelf. In dieser Hinsicht wird in den nächsten vier Monaten bis zum nächsten Länderspiel nichts passieren. In Bezug auf die interne Struktur ist diese Nationalmannschaft derzeit noch eine Baustelle, ein Team im Bau.

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Dies ist nicht das erste Mal, dass der Nationaltrainer vor einer solchen Aufgabe steht, schließlich hat er die Arbeit so lange erledigt. Im Jahr 2010 musste er eine Mannschaft zu einem Turnier zusammenschließen, eine Mannschaft, die das Attribut jung wirklich verdient hatte. Thomas Müller, damals 20, Mesut Özil 21, Sami Khedira 23, Jérome Boateng 21, Toni Kroos 20, Holger Badstuber 21, Manuel Neuer war mit 24 fast ein Veteran.

Die Frage ist, ob die neue Generation, an die Löw sein Schicksal gekettet hat, gleichermaßen begabt ist. An einem Ende des Platzes ist sie definitiv, wenn man sich Leroy Sané, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Kai Havertz ansieht. Im Mittelfeld und im Angriff hat Deutschland Spieler an der Schwelle zur internationalen Spitzenposition. In der Defensive ist der Mangel an Qualität jedoch nicht zu übersehen. Außer Niklas Süle hätte niemand einen festen Platz in einer anderen Top-Nation. Darüber hinaus ist der DFB nach 1995 und 1996 mit einem großen Talent für Dürre konfrontiert.

Es gibt jedoch Parallelen zu 2010: Das Team hatte zu diesem Zeitpunkt auch keine feste Rangliste. Sie war im Turnier. Das Team stürmte bei der Weltmeisterschaft in Südafrika über das Spielfeld und in die Herzen der Fans. Am Rande staunte ein Trainer, der den Aufbruch in die Neuzeit verkörperte, Momentum, ein Fußball, den eine deutsche Nationalmannschaft noch nie zuvor gekannt hatte, über den Rest der Fußballwelt, ein Fußballjahr 1968.

Ob ein neues 2010 möglich ist, ist zweifelhaft. Zumindest kann man sich nicht vorstellen, dass das Team von 2010 gegen einen Gegner der Welt mit 6: 0 hätte schmelzen können. Sie waren verschiedene Arten von Spielern.

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Und da war noch ein Joachim Löw.

Ikone: Spiegel

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