Lüneburg: Holocaust-Überlebende beschweren sich über die Abdeckung des Wehrmachtsdenkmals

Muss die Stadt Lüneburg ein Denkmal zu Ehren der deutschen Streitkräfte bedecken? Es hat lange Zeit eine Debatte zu diesem Thema gegeben, jetzt wird es vor Gericht verhandelt: Ein Holocaust-Überlebender und zwei andere Menschen jüdischen Glaubens haben das Gefühl, dass das Denkmal ihre Persönlichkeitsrechte verletzt hat. Sie beschweren sich über das Verstecken. Die Anhörung soll am 16. September vor dem Verwaltungsgericht in Lüneburg beginnen.

“Die Beschwerdeführer wollen klarstellen, dass die Abteilung an Straftaten beteiligt war”, sagte Sprecherin Ines Meyer-Albrecht. Einer der Beschwerdeführer, ein in Budapest lebender Holocaust-Überlebender, verfolgte 2015 den Prozess gegen den Nazi-Oskar Gröning als gemeinsamen Kläger in Lüneburg. Während dieses Besuchs wurde er auf den Gedenkstein aufmerksam und leitete den Prozess ein. Eine Gerichtssprecherin sagte, zu den anderen Beschwerdeführern gehörten ein Mann aus London und eine Frau aus Laatzen bei Hannover.

Der Gedenkstein wurde 1960 erbaut. Er ist heute verschmiert und sieht relativ vernachlässigt aus. Daneben ist bereits eine Erklärungstafel angebracht. Sie weist darauf hin, dass ein Veteranenverband das Denkmal zum Gedenken an die 110. Infanteriedivision errichtet habe. Diese Einheit wurde 1940/41 im Raum Lüneburg für den Angriff auf die Sowjetunion eingerichtet, der als Krieg gegen Aggression und Vernichtung geführt wurde.

“Die Kultur der Erinnerung ist an Zeit und Kontext gebunden”, heißt es an der Tafel. 1960 versprach die Stadt Lüneburg, das Denkmal zu erhalten und zu pflegen. Der Gedenkstein ist ein Dokument des unreflektierten Umgangs mit der NS-Vergangenheit, die in den 1960er Jahren in vielen Städten und Institutionen noch existierte. , liest die Erklärungstafel der Stadt.

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Laut einer Sprecherin in der Stadt wurde der Gedenkstein wiederholt beschädigt. “Wir sehen den Stein mit seinem Schaden als öffentliches Image für die unterschiedlichen Denkweisen in der Erinnerungsdiskussion”, sagte sie.

Ikone: Spiegel

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