Neue Koronarstudie: Kinder sind auch ohne Covid-Symptome noch lange ansteckend

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Kinder sind auch ohne Covid-Symptome lange Zeit ansteckend

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Neue Studien zeigen, wie ansteckend Kinder mit Covid-19 wirklich sind

Neue Studien zeigen, wie ansteckend Kinder mit Covid-19 wirklich sind

Quelle: dpa / Peter Kneffel

Wie oft bekommen Kinder Covid-19? Und wie schwierig? Sind sie so ansteckend wie Erwachsene? Viele Fragen zur Bedeutung von Kindern für Infektionsprozesse bleiben offen. Aktuelle Studien liefern einige Antworten.

EINAuch ohne Anzeichen einer Krankheit können Kinder und Jugendliche den Erreger Covid-19 für lange Zeit absondern. Forscher aus Südkorea konnten das Virus zwei Wochen lang bei Jugendlichen nachweisen, bei Patienten mit Symptomen waren es fast drei Wochen.

Sie legen ihre Ergebnisse fest in der Zeitschrift “Jama Pediatrics”. Die Studie beantwortet nicht die Frage, ob junge Menschen tatsächlich so lange andere Menschen infizieren können. Dies ist eine der Schwächen der Studie, schreiben zwei amerikanische Ärzte in einem beigefügten Kommentar. Dennoch liefert es wichtige Informationen über die Rolle von Kindern im Infektionsprozess.

Die vorherige Beobachtung, dass Kinder und Jugendliche normalerweise nur wenig krank werden, wird bestätigt eine Studie aus Großbritannien im “British Medical Journal”. Weniger als ein Prozent aller mit Covid-19 ins Krankenhaus eingelieferten Patienten waren daher jünger als 19 Jahre. Sechs dieser Patienten starben, aber alle hatten andere schwerwiegende gesundheitliche Probleme.

Sehr wenige Kinder sind stark von Covid-19 betroffen

“Eltern können sich durch die Ergebnisse der Studie beruhigt fühlen”, sagte Co-Autorin Louisa Pollock nach einer Aussage der Universität von Edinburgh. “Es bestätigt, dass nur sehr wenige Kinder von Covid-19 schwer betroffen sind. Wenn die Kinder zur Schule zurückkehren und während der Wintermonate, ist es wichtig, dass wir Covid-19 bei Kindern weiterhin überwachen. “”

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Die koreanischen Forscher untersuchten insgesamt 91 junge Menschen unter 19 Jahren, bei denen zwischen Mitte Februar und Ende März dieses Jahres das Sars-CoV-2-Virus diagnostiziert worden war. Die meisten waren als Ansprechpartner getestet worden.

Da sich alle in Südkorea infizierten Personen – mit oder ohne Symptome – in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen in Quarantäne befinden, konnten die Forscher den Krankheitsverlauf eingehend untersuchen. Alle paar Tage wurde ein neuer PCR-Test durchgeführt, um das Virus nachzuweisen. Die Patienten durften nur dann unter Quarantäne gestellt werden, wenn zwei Tests im Abstand von 24 Stunden negativ waren.

22 Prozent der Jugendlichen hatten während ihres gesamten Krankenhausaufenthalts keine Symptome. Die anderen zeigten zum Beispiel früher oder später typische Anzeichen der Krankheit Fieber, Husten, Durchfall oder Geruchs- und Geschmacksverlust. Die genetische Zusammensetzung des Erregers wurde durchschnittlich fast 18 Tage lang nachgewiesen; Bei asymptomatischen Patienten betrug der Durchschnitt 14 Tage. Bei Patienten mit Symptomen betrug der Durchschnitt 19 bis 20 Tage.

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Die Forscher schreiben, dass die lange Zeit, in der das Virus ausgeschieden wird, überraschend und besorgniserregend ist. Und sie ziehen aus ihren Analysen Schlussfolgerungen: Bei Kindern und Jugendlichen kann eine Infektion aufgrund der Symptome nur in einem frühen Stadium unzuverlässig erkannt werden. Leider deuten die Daten darauf hin, dass die einzige Möglichkeit zur frühzeitigen Diagnose einer koronaren Herzkrankheit darin besteht, intensiv zu testen.

Angesichts des begrenzten Tests und anderer medizinischer Ressourcen wie Personal und Krankenhausbetten dürfte die Implementierung jedoch schwierig sein, sagen die Forscher. Die möglichen psychischen Konsequenzen, die bei Kindern auftreten können, die sich ohne Beschwerden in Quarantäne befinden, sollten ebenfalls berücksichtigt werden, wenn über das weitere Vorgehen beraten wird. Sie weisen auch darauf hin, dass derzeit unklar ist, ob die Entdeckung des viralen Genoms dazu führt, dass Patienten ansteckend sind.

MIS-C-Patienten sind besonders gefährdet

Roberta DeBiasi und Meghan Delaney vom Children’s National Hospital in Washington schreiben ebenfalls in ihrem Kommentar, dass ein positiver Test genetisches Material erkennen kann, dass es jedoch keine lebensfähigen Viren mehr gibt, die andere Menschen infizieren können. Es ist auch möglich, dass die Virusmenge für eine Infektion zu gering ist. Schließlich können auch bei der Probenahme Fehler auftreten, die zu falschen Ergebnissen führen würden.

Die Studie aus Großbritannien im “British Medical Journal” weist auf die Bedeutung von Komplikationen bei Kindern hin. Darin bewerteten die Forscher Daten von insgesamt 651 Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren. 116 von ihnen wurden auf die Intensivstation verlegt. Patienten mit einem sogenannten multisystemischen Entzündungssyndrom (MIS-C) hatten hierfür ein besonders hohes Risiko.

Davon waren 52 Kinder und Jugendliche betroffen. Sie litten an Bindehautentzündung, Hautausschlag und Magen-Darm-Problemen Magont, Übelkeit und Durchfall. Die Forscher identifizierten neue Symptome in dieser Patientengruppe Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Halsschmerzen.

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