Synagoge in Hamburg: Angriff auf Juden – Politik

Vor der Hamburger Synagoge gab es am Sonntagnachmittag einen anscheinend antisemitischen Angriff. Nach Angaben von Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR, ein Mann in Militärkleidung, griff einen jüdischen Studenten an, der von einem Kippa als Jude bekannt war und aus der Synagoge an der Hohen Weide im Bezirk Eimsbüttel gekommen war. Der 29-jährige Täter soll den Studenten mit einer Schaufel in den Kopf geschlagen und verletzt haben, bevor die gegenwärtigen Polizeikräfte ihn überwältigen, verhaften und die vielen Besucher der Synagoge in Sicherheit bringen konnten.

Sowohl die Militärkleidung als auch das Datum des Angriffs erinnern an den Angriff auf die Synagoge in Halle an der Saale vor rapid einem Jahr. Dort versuchte Jom Kippur, ein schwer bewaffneter Rechtsradikaler, der ebenfalls Militärkleidung trug, am höchsten jüdischen Feiertag, in die Synagoge einzubrechen und diejenigen zu ermorden, die beteten. An diesem Sonntag wurde Sukkot, das Tabernakelfest, das Jom Kippur im jüdischen Kalender begleitet, gefeiert. Im jüdischen Kalender ist das Jahr etwas kürzer, so dass Jom Kippur bereits am Montag gefeiert wurde.

In Hamburg wurde das Opfer mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Über den Täter ist wenig bekannt. Nach Angaben von Deutsche Presseagentur Der Täter soll ein Stück Papier mit einem Hakenkreuz in der Tasche gehabt haben. Die Staatssicherheit der Hamburger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Hamburg, die mit mehr als 3.000 Mitgliedern bereits eine der größten in Deutschland ist, wurde am Sonntag vom kommunalen Sicherheitsdienst und einer Polizeiwache geschützt.

Die Zahl der registrierten antisemitischen Verbrechen in Deutschland hat sich seit 2017 ungefähr verdoppelt. Der Angriff auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober letzten Jahres ist bemerkenswert, als der Täter auf Passanten schoss, nachdem er die Holztür der Gesellschaft nicht durchbrochen und in das Gebetshaus eingebrochen hatte. Er hatte eine Frau getötet und dann einen anderen Mann in einem nahe gelegenen Kebab-Laden erschossen. In der Zwischenzeit hatte er die Veranstaltung mit einer Helmkamera im Internet gestreamt, um auch potenzielle Nachahmer zu ermutigen.

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