Teile der Niederlande und des Vereinigten Königreichs: RKI identifiziert neue Risikobereiche

Andere Provinzen in den Niederlanden, Schottland und im Norden Englands gehören jetzt zu den Koronarrisikobereichen. Die Bundesregierung gab eine Reisewarnung heraus. Schleswig-Holstein schickt Reisende aus Berlin-Mitte in die Quarantäne.

Die Bundesregierung hat Schottland sowie den Norden Englands und andere Teile der Niederlande zu Gebieten mit koronarem Risiko erklärt. In den Niederlanden werde das ganze Land mit Ausnahme der Provinzen Zeeland und Limburg nun entsprechend klassifiziert, teilte das Robert Koch-Institut mit. Im Vereinigten Königreich sind neben Schottland auch die englischen Regionen North West, North East sowie Yorkshire und Humbers betroffen. Das Auswärtige Amt gab Reisewarnungen für die Regionen heraus und empfiehlt Touristenbesuche.

Für die Einstufung als Risikobereich ist entscheidend, dass die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner beträgt. Rückkehrer müssen daher bei ihrer Einreise nach Deutschland einen negativen Koronatest vorlegen oder werden zwei Wochen lang zu Hause unter Quarantäne gestellt. Ab Mitte Oktober gilt eine neue Quarantäneregelung, deren Einzelheiten noch nicht festgelegt wurden.

Nicht mehr viele europäische Länder, aber Koronarrisiko mehr

Reisewarnungen bedeuten kein Reiseverbot, sollten aber die größte abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Urlauber können eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn eine Warnung zu ihrem Reiseziel erfolgt.

Die Schlussfolgerung ist, dass es nur noch zwölf europäische Länder gibt, für die Reisen weder gewarnt noch empfohlen werden: Italien, Griechenland, Zypern, Malta, Polen, Schweden, Georgien, Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan.

Ausnahmeregel für österreichische Enklaven

Das österreichische Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz zählen laut RKI nicht mehr als Koronarrisikogebiete. Die Enklaven, die nur von Bayern aus erreichbar sind, haben in den letzten Tagen keine einzige neue Koronainfektion gemeldet. Eine Online-Petition mit mehr als 10.500 Followern hätte daher Ausnahmen erforderlich gemacht.

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Die Entscheidung der Bundesregierung ist neu. Bisher wurden nur ganze Bundesländer oder Bundesländer bewertet. Für einzelne Gemeinden oder Täler wurden keine Ausnahmen gemacht.

Schleswig-Holstein erklärt Berlin-Mitte zum Risikobereich

Es gibt auch Corona-Hotspots in Deutschland: Dazu gehört der Berliner Bezirk Mitte, der derzeit innerhalb einer Woche einen Wert von 59,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner meldet. Das Land Schleswig-Holstein hat daher Berlin-Mitte als Risikobereich eingestuft.

Dies könnte die Pläne einiger Berliner für ihren Urlaub in der Nord- und Ostsee und die Reise einiger Schleswig-Holsteiner in die Hauptstadt angesichts der kommenden Herbstferien behindern. Vorerst würden die gemeinsamen Quarantäne- und Testregeln auf sie angewendet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel sagte.

Der Deutschlandfunk berichtete am 2. Oktober 2020 um 20:00 Uhr über dieses Thema.


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