Türkei: Lira bricht zusammen, als Erdogans Schwiegersohn spricht! Politik im Ausland

Erdogans Schwiegersohn und Finanzminister Berat Albayrak (41) stellte am Dienstag seinen Dreijahresplan für die Wirtschaft vor. Aber während er noch redete, reagierten die Märkte – und gerieten in Panik! Die türkische Lira fiel gegenüber dem US-Dollar-Euro auf ein neues Rekordtief.

Bei einer Powerpoint-Präsentation erklärte Albayrak, wie die Regierung mit dem wirtschaftlichen Fortschritt der Türkei zwischen 2021 und 2023 umgehen würde. Sein Programm werde sicherstellen, dass die Türkei mit den finanziellen Ungleichgewichten infolge der Koronapandemie fertig werde, sagte er.

►Dann wurde der Finanzminister gefragt, was er über die Entwicklung der türkischen Lira sagte. Das ist mehr als besorgniserregend: Mitte März kostete ein Euro etwa 7 türkische Lira, am Montag stieg der Zinssatz auf über 9 Lira pro Euro.

Aber Albayraks Reaktion beruhigte die Märkte nicht. Er sagte: „Der Wechselkurs ist für mich nicht wichtig. Ich schaue es nicht an. Die Industrie ist solide, die Fertigungsseite ist solide. Wir werden die profitabelste Währung haben, weil wir jetzt die Kontrolle über die Währungen haben. “”

Marktreaktion: Lirans dramatische Situation erreichte wieder einen Höhepunkt! Der Euro-Wechselkurs stieg auf 9,21 Lira pro Euro – dies bedeutet einen Wertverlust von mehr als 3 Prozent in nur zwei Tagen.

Die Lira wurde auch gegenüber dem US-Dollar billiger und kostete am Dienstag bis zu 7,85 Lira pro Dollar.

Außenpolitische Abenteuer verschlechtern die Position der Lira

Die türkische Wirtschaft steht seit langem unter starkem Druck. Das Land wurde von der Corona-Krise schwer getroffen und leidet unter einer schweren Rezession. Darüber hinaus gibt es jetzt außenpolitische Abenteuer von Präsident Recep Tayyip Erdogan wie den Konflikt mit Griechenland und Zypern um die Gasreserven im östlichen Mittelmeerraum und die jüngste Eskalation in der Konfliktregion Berg-Karabach, in der die Türkei Partei gegen Aserbaidschan ergreift.

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Ein hochrangiger Diplomat aus Ankara sagte BILD, dass sich die Regierung endlich auf ihr eigenes Land konzentrieren sollte, anstatt sich wiederholt in Nachbarländer einzumischen. “Die AKP-Regierung sollte sich stärker in die Innenpolitik einbringen, anstatt sich wiederholt auf außenpolitische Konflikte einzulassen. Diese sehr aggressive Rhetorik hält Investoren davon ab, in die Türkei zu investieren. “”

Die türkische Zentralbank reagiert – gegen Erdogans Willen

Um den Rückgang der Lira und die starke Inflation zu dämpfen, erhöhte die Zentralbank überraschenderweise den Leitzins von 8,25 auf 10,25 Prozent.

Dies ist die erste Zinserhöhung seit etwa zwei Jahren. Erdogan hatte mehrfach klargestellt, dass er nicht an höheren Leitzinsen interessiert sei. Er hofft auf billige Kredite, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

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