Warum nicht den Tag mit einer Tasse Kaffee beginnen?

10. Oktober 2020 – 13:37 Uhr

Die Studie zeigt negative Auswirkungen von Kaffee

Besonders für Morgentabletts ist es schwierig, sich unmittelbar nach dem Aufwachen eine Tasse Kaffee vorzustellen. Forscher haben nun herausgefunden, dass eine Tasse Kaffee den Stoffwechsel negativ beeinflussen kann. Wir erklären, warum es so ist.

Aufstehen, Kaffee, zu hoher Blutzucker?

Für viele ist es ein unbestreitbares Ritual, kurz nach dem Aufwachen einen Kaffee zu trinken. Muntermacher sollten beim Start in den Tag helfen. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass dies keine gute Idee ist, insbesondere nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf. Kaffee, der vor dem Frühstück getrunken wird, kann sich möglicherweise negativ auf den Stoffwechsel auswirken, schreiben die Forscher der University of Bath laut ntv.de im British Journal of Nutrition. Dies gilt insbesondere nach einer Nacht mit vielen Schlafstörungen.

Die Forscher untersuchten die Blutzuckerregulation in Blutproben von insgesamt 29 gesunden Erwachsenen unter verschiedenen Umständen. Für die Studie wurden drei aufeinanderfolgende Nächte lang verschiedene Szenarien durchgeführt. Insbesondere wollten die Forscher wissen, wie gut die eigene Blutzuckerregulierung der Probanden morgens nach einer Nacht guten Schlafes und nach einer Nacht gestörten Schlafes funktioniert. Zusätzlich wurde nach einer dritten unruhigen Nacht die Rolle des Frühstücks dabei untersucht.

Experiment: wacht jede Stunde auf

Während der Studie hatte jeder Teilnehmer eine Nacht normalen Schlaf. Nach dem Aufwachen erhielten die Probanden ein süßes Getränk, das genügend Glukose und Kalorien enthielt, um das Frühstück nachzuahmen. Darüber hinaus gab es zwei unruhige Nächte mit stündlichem Erwachen, wonach das simulierte Frühstück einmal serviert wurde und zuerst eine Tasse starken Kaffee mit etwa 300 Milligramm Koffein. 30 Minuten später erhielten die Probanden das süße Getränk als Frühstücksersatz. Der Blutzuckerspiegel der Patienten wurde kontinuierlich gemessen. Jeder Teilnehmer durchlief alle drei Szenarien in zufälliger Reihenfolge.

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Die Forscher sahen in den Blutproben, dass eine Tasse starken Kaffees ausreichte, um den Blutzucker der Teilnehmer nach dem Frühstück zu erhöhen. Dies war besonders stark bei Probanden nach der unruhigen Nacht. Diese hatten im Vergleich zu den anderen Studienteilnehmern einen um etwa 50 Prozent höheren Blutzuckerspiegel. In diesen Fällen stieg der Blutzuckerspiegel infolge des Frühstücksgetränks an, jedoch nicht so stark. Ein hoher Blutzuckerspiegel ist kein Krankheitssymptom, da er bei gesunden Menschen mit Insulin wieder abgebaut wird. Wenn dies jedoch sehr häufig vorkommt, beispielsweise aufgrund einer sehr süßen Ernährung, kann dies zu einer Stoffwechselerkrankung Typ 2 Diabetes mellitus führen. Ein schneller Abfall des Blutzuckerspiegels macht auch hungrig.

Kaffee besser erst nach dem Frühstück

Dieser negative Effekt kann vermieden werden, wenn Sie zuerst etwas essen und erst später Kaffee trinken, vorausgesetzt, Sie haben immer noch das Gefühl, dass Sie ihn brauchen, zitiert “Insider” einen Forscher, der die Studie überwacht hat. Bis heute gelten fünf Tassen koffeinhaltige Getränke als gesundheitsschädlich. In einigen Fällen wird dem Getränk sogar eine vorbeugende Wirkung zugeschrieben, wenn es nicht zu heiß ist. Beispielsweise soll der regelmäßige Kaffeekonsum das Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus verringern. Ein Ergebnis, das nicht mit den aktuellen Studienergebnissen übereinstimmt.

Vor diesem Hintergrund sind sich die Forscher bewusst, dass die besonderen Auswirkungen von Kaffee auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels nur ein Teil des Problems sind. Es ist auch bekannt, dass ein großer oder regelmäßiger Schlafmangel zu Stoffwechselproblemen führen kann. Das Ausmaß des Schlafmangels wurde jedoch noch nicht untersucht.

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